Kompromissloser Selbstschutz
Nicht für den Ring, nicht für das Ego. Die Ideen, Konzepte und Prinzipien sind angelegt, um Dich und andere zu schützen
Krav Maga wurde entwickelt, um Menschen in gefährlichen Situationen zu schützen. Und zwar schnell, direkt und realitätsnah. Es ist ein System für effektive und schnelle Selbstverteidigung unter Stress. Anders als viele klassische Kampfkünste geht es bei uns nicht um Wettkampf, Formen oder Ästhetik, sondern um funktionierende Lösungen im Ernstfall für eine Vielzahl von möglichen Bedrohungslagen.
Wer mehr über die Hintergründe von Krav Maga erfahren möchte, findet dies bei unseren Bekannten der Self Defense Box Köln.
Ob groß oder klein, jung oder älter – Krav Maga bei uns ist für alle gedacht. Unsere Methode nutzt deine natürlichen Reflexe und körperlichen Reaktionen – für maximale Effizienz, wenn es darauf ankommt.
Unser Lehrplan ist angepasst an die Bedürfnisse für unterschiedliche Zielgruppen. Egal ob Kids, Jugendliche oder Erwachsene. Zudem orientieren wir uns am Menschen, der zu uns kommt.
Da wir das Rad nicht neu erfinden, bedienen wir uns aus bewährten „Systemen“ oder Konzepten, die sich etabliert haben. In der Regel finden sich in vielen modernen Krav Maga Ausrichtungen Elemente der unten genannten Selbstschutz-„Stile“. Umso besser, wenn andere auf gleiche oder ähnliche Herangehensweisen für die oben genannten Problemstellungen kommen.
Combatives
Combatives verstehen sich nicht als festes „System“. Für uns ist es eher eine Sammlung aus Ideen, Prinzipien und praktischen Werkzeugen, die Menschen im Alltag sicherer machen sollen. Entscheidend ist dabei nicht, wie gut etwas in der Theorie klingt, sondern ob es unter Stress funktioniert und aktiv eingesetzt werden kann.
Das betrifft Situationen, die häufig in kurzer Distanz passieren. Also genau dann, wenn man kaum Zeit hat zu reagieren und wenig Platz zum Ausweichen bleibt. Ob man alleine unterwegs ist oder mit anderen Menschen. Ob es eine Bedrohung in Nahdistanz ist, in extrem enger Nähe oder in Verbindung mit Gegenständen. Combatives als Selbstschutz-Ansatz liefert für viele dieser Lagen klare, pragmatische Antworten.
Ein Punkt ist uns dabei besonders wichtig. Nicht nur das „Was tue ich, wenn es passiert?“, sondern auch das „Wie verhindere ich, dass es passiert?“. Deshalb spielt bei uns das „Davor“ eine große Rolle. Wie denken Gewalttäter? Wie wählen sie Opfer aus? Woran erkenne ich Vorzeichen? Wie trainiere ich Aufmerksamkeit, Abstand und Entscheidungskraft, bevor es körperlich wird?
Weil sich reale Bedrohungslagen verändern, entwickeln sich auch Konzepte weiter. Aktuell liegt ein Schwerpunkt auf dem sogenannten Tier-1-Ansatz. Gemeint ist damit ein Programm für ganz normale Menschen, das übergreifende Prinzipien vermittelt und zeigt, wie sich auch Alltagsgegenstände im Rahmen von Selbstverteidigung sinnvoll nutzen lassen.
Es gibt verschiedene Combatives-Strömungen. Wir orientieren uns vor allem an Urban Combatives, inklusive Urban Combatives Netherlands, sowie an Kembativz und Senshido. Besonders prägend ist dabei das Shredder-Konzept nach Richard Dimitri. Wichtig: Wir übernehmen Inhalte nicht eins zu eins. Wir adaptieren Theorie und Praxis so, dass es zu unserem Krav Maga passt, es ergänzt und im Training sauber vermittelbar bleibt.
Progressive Fighting Systems, R.A.T. und was wir daraus übernehmen
Progressive Fighting Systems ist eine Weiterentwicklung des Jeet Kune Do von Bruce Lee, geprägt durch Paul Vunak. Die Zielsetzung ist klar und sehr alltagsnah. Es geht nicht darum, sich auf eine Konfrontation einzulassen. Es geht darum, sie schnell zu beenden und wieder rauszukommen.
Grundsätzlich arbeitet PFS stark mit dem Gedanken, Distanz zu halten und zu flüchten, sobald das möglich ist. Wenn Distanz und Rückzug aber nicht funktionieren, nutzt das System verschiedene Entry-Typen, um sehr schnell in eine kontrollierbare Nähe zu kommen. Dieses Konzept ist unter dem Namen Rapid Assault Tactics bekannt, oft abgekürzt als R.A.T.
Für uns ist das besonders wertvoll in Situationen, in denen man noch auf Distanz ist, aber nicht wegkann, obwohl man wegwill. Genau hier helfen die Prinzipien, schnell handlungsfähig zu werden, ohne sich in unnötige „Duell-Situationen“ zu ziehen.
Zusätzlich gibt es im PFS-Umfeld spannende Trainingsmethoden. Dazu gehören Flows und Drills, die Attribute wie Timing, Druck, Reaktionsfähigkeit und Stressresistenz entwickeln. Aus diesem Grund haben wir ausgewählte Inhalte integriert. Wir beziehen uns dabei auf Paul Vunak selbst, aber auch auf Impulse aus dem PFS- und CJKD-Umfeld, zum Beispiel durch Michael van Beek von Focus Counter Violence.
Clinchen und Grappling im Kontext Security Fighting
Clinchen und Grappling sehen wir nicht als Selbstzweck und auch nicht als sportliche Disziplin innerhalb unseres Selbstschutz-Trainings. Wir betrachten es im Rahmen von Security Fighting. Es gibt Situationen, in denen Kontrolle das Ziel sein muss oder sogar sein muss, weil Verantwortung besteht. Man denkt dabei schnell an berufliche Kontexte wie Pflege, Betreuung oder andere Bereiche mit Garantenstellung. Es kann aber auch im Alltag relevant werden, wenn eine Person gehalten, geführt oder abgesichert werden muss, statt „wegzuschlagen“.
Der Kern ist einfach. Verstehen, wie man sicher in die Distanz kommt. Verstehen, wie Kontrolle aufgebaut und gehalten wird. Verstehen, wie man jemanden bei Bedarf zu Boden bringen und dort fixieren kann, ohne sich selbst unnötig zu gefährden.
Es gibt viele Konzepte und Ansätze in diesem Bereich. Wir halten es bewusst pragmatisch und nutzen vor allem Ideen, die schnell erlernbar sind und auch unter Stress funktionieren. Dazu zählen ausgewählte Inhalte aus Shivworks, aus der Arbeit von Chad Lyman, aus der I.S.R. Matrix und aus Sami-X.
Protactics M.S.E (Modern Self Defense Education)
Im Bereich für das Kinder- und Teils auch im Jugendtraining verwenden wir wichtige Impulse und Ideen des Konzepts von Michael Stahl (nicht zu verwechseln mit Carsten Stahl) – dem Bodyguard mit Herz.
Die Ansätze im Bereich M.S.E. sind vielfältig. Statt Technik-Sammeln stehen Verhalten, Grenzen setzen, Distanzmanagement und Deeskalation im Mittelpunkt. Wir trainieren typische Alltagssituationen rund um Schule und Freizeit und ergänzen das durch einfache Selbstschutz-Werkzeuge, die sicher vermittelt werden und auf „raus aus der Situation“ ausgerichtet sind.